Phobien sind starke, irrationale Ängste, die das Leben erheblich einschränken können. Sie werden in drei Haupttypen unterteilt: Agoraphobie (Platzangst), soziale Phobie und spezifische Phobie, die sich auf bestimmte Objekte oder Situationen beziehen. Manchmal können Angststörungen auch unspezifisch und schubweise auftreten. Die Medizin spricht in diesen Fällen von einer Panikstörung oder der generalisierten Angststörung. Die Gründe können genetische Veranlagung, traumatische Erfahrungen, belastende Lebensereignisse (beruflicher Stress, Trennung, finanzielle Schwierigkeiten usw.) oder eine ungünstige kindliche Entwicklung durch über- oder unterfürsorgliche Eltern sein.
Angststörungen zählen neben Depressionen und Burnout zu den häufigsten psychischen Erkrankungen des Mannes. Darüber zu sprechen ist jedoch ein Tabu!Zu stolz und stur ist er und stellt sich nicht dieser Thematik. Man ist ja schliesslich ein Mann und meidet sowieso sämtliche Ärzte.
Diese Einstellung ist bei vielen Erkrankungen gefährlich, auch bei Phobien. Denn die natürliche Reaktion auf Phobien ist, die Angstsituationen zu vermeiden. Bei übersteigerten Ängsten kann es allerdings leicht passieren, dass man sich abkapselt, soziale Kontakte verliert und sich seiner Angst voll und ganz ergibt. Aber auch Angst vor Frauen ist ein relevantes, noch stärker tabuisiertes Thema für Männer. Männer zeigen in Beziehungen mit Frauen oft eine erstaunliche Phobie, ihre Bedürfnisse und Gedanken gegenüber der Partnerin zu äußern, insbesondere wenn diese stark und selbstsicher auftritt. Die eigene Erwartungshaltung gekoppelt mit einem Minderwertigkeitsgefühl kann der Ursprung dieser Phobie sein.
Es gibt jedoch verschiedene Therapieformen. Das Wichtigste ist jedoch, dass der Mann ehrlich zu sich selbst ist und ehrlich zu anderen. Bei vielen psychischen Erkrankungen hat sich auch bei Phobien und Co. eine Mischung aus psychotherapeutischen und medikamentösen Maßnahmen bewährt.
In jedem Fall gilt aber: Angststörungen sind kein unabwendbares Schicksal! Höchste Zeit, sie heldenhaft zu bekämpfen.

